Pastoralraum

Heiligenfeste Ende April

In der zweiten Aprilhälfte feiert die Kirche zwei Feste von interessanten Heiligen.

Das erste ist am 25. April das Fest des Evangelisten Markus.

Johannes mit dem Beinamen Markus (Apg 12,12) war der Sohn der Maria, in deren Haus sich die Urgemeinde von Jerusalem versammelte. Er begleitete seinen Verwandten Barnabas und den Apostel Paulus auf der ersten Missionsreise, kehrte aber, als sie in Perge in Pamphylien ankamen, allein nach Jerusalem zurück (Apg 13,13). Es scheint, dass er den Mut verloren hatte. Auf der zweiten Missionsreise wollte Paulus ihn nicht mehr mitnehmen. Später finden wir ihn wieder bei Paulus (Phlm 24; Kol 4,10; 2 Tim 4,11). Dann war er Begleiter des Petrus in Rom. Petrus-Erinnerungen sind auch Markusevangelium zu erkennen, das sicher vor der Zerstörung Jerusalems (70 n. Chr.) geschrieben wurde. – Nach der Überlieferung soll Markus die Kirche von Alexandrien gegründet und geleitet haben und dort als Märtyrer gestorben sein. Seine Reliquien kamen im 9. Jahrhundert auf abenteuerliche Weise nach Venedig, wo ihm die Hauptkirche, der Markusdom, geweiht ist.

Vier Tage später, am 29. April feiert die Kirche das Fest der heiligen Katharina von Siena, sie war Ordensfrau und ist Kirchenlehrerin und Patronin Europas. Sie ist eine aufregende und rätselhafte Heiligengestalt (was im Grunde von allen Heiligen zu sagen wäre). Sie wurde 1347 als das 23. Kind (von insgesamt 25) eines Wollfärbers in Siena geboren. Mit sieben Jahren hatte sie ihre erste mystische Christusbegegnung. Da ihr von den Angehörigen die ersehnte Stille und Einsamkeit zunächst verweigert wurde, lernt sie, in das Heiligtum ihres eigenen Inneren zu fliehen, wo niemand sie stören konnte. 1365 trat sie dem Dritten Orden der Dominikaner bei. Sie lebte in harter Busse, diente den Armen und Kranken, arbeitete in einer zerstrittenen Welt für den Frieden und wurde allmählich zur einflussreichen Beraterin von weltlichen und kirchlichen Grössen, zu einer Macht, mit der man rechnen musste. Sie betrieb vor allem die Rückkehr des Papstes aus Avignon (1377) und die innere Reform der Kirche. Ihre Briefe und ihr «Buch von der göttlichen Vorsehung» (Der Dialog) haben grossen Einfluss ausgeübt und gehören zur klassischen italienischen Literatur. Katharina starb am 29. April 1380 und wurde 1461 heiliggesprochen. Der heilige  Papst Paul VI. erhob sie 1970 zur Kirchenlehrerin und der heilige Papst Johannes Paul II. erklärte sie 1999 zur Schutzpatronin von Europa. Seit da wird dieser Gedenktag überall in der Kirche Europas als liturgisches Fest begangen.

Quelle: Schottmessbuch

Hanspeter Menz, Pastoralraumpfarrer

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