Wohl kein anderes Bild für Jesus bringt schöner zum Ausdruck, wie gut Gott zu uns Menschen ist, als das Bild vom guten Hirten und seinen Schafen. Jeweils am 4. Ostersonntag, dieses Jahr am 26. April, wird ein Evangelium vorgelesen, in dem Christus mit dem guten Hirten verglichen wird, der für seine Schafe sorgt. Darum wird dieser Sonntag auch „Guthirt-Sonntag“ genannt. Seit bald einem halben Jahrhundert betet die Kirche an diesem Tag besonders um Priesterberufungen, um gute Priester und Bischöfe. Auch sie sind Hirten, eingesetzt von dem einen guten Hirten, Jesus Christus, um seine Schafe, die Menschen, zu weiden und sie zur ewig grünen Weide, zum ewigen Leben in Gottes Herrlichkeit, zu führen. Dies beginnt beim Papst, geht über die Bischöfe bis hin zu den Priestern in den einzelnen Pfarreien. Sie sorgen sich konkret um die ihnen anvertrauten Menschen, verkünden ihnen das Wort Gottes und spenden die Sakramente, vor allem die Beichte und die Eucharistie. Die Aufgabe der von Jesus eingesetzten Hirten ist es, ihn zu verkünden und nicht sich selbst. „Wer auf euch hört, der hört auf mich“ (Lk 10,16), sagt Jesus.
Letztlich können Menschen nicht einfach durch schöne Worte für den Glauben gewonnen werden, sondern durch das eigene Zeugnis der Liebe. „Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Daran sollen alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: dass ihr einander liebt.“ (Joh 13, 34-35). So spricht Christus in seiner grossen Abschiedsrede im Abendmahlssaal. Dieses neue Gebot, einander zu lieben, zu helfen und zu verzeihen, verpflichtet jeden einzelnen Christen. Jesus Christus ist der eine gute Hirte in der Kirche, und die Kirche, das sind wir. Wir hören auf das Wort Jesu, der sein Leben für uns hingegeben hat. „Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir.“ (Joh 10,27). Das Kennzeichen derer, die zu Jesus gehören, ist nicht äusserlich sichtbar, sondern zeigt sich im Tun des Wortes Gottes. Wenn jemand Nächstenliebe lebt, ruhig bleiben kann, auch einmal eine Demütigung annimmt, ohne aufzubegehren, oder jemandem verzeiht, der ihm Unrecht tut, dann hört er durch seine Taten auf den Hirten und gibt nach aussen ein glaubwürdiges Zeugnis. Wer so handelt, steht in der Nachfolge Christi. Er ist wie ein Schaf, das sich nicht vom guten Hirten abwendet, sondern ihm vertraut, auch dann, wenn es selbst nicht versteht, wohin der Weg führt. Um diesen Weg zu gehen, braucht es einen starken Glauben, Vertrauen und eine grosse Liebe zu Jesus.
Am Ende geht es immer um das eine Ziel: das ewige Leben. Dieses Ziel dürfen wir nie aus den Augen verlieren. „Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreissen.“ (Joh 10,28). Der Lohn ist das ewige Leben bei Gott, auf das hin wir von Gott erschaffen sind. Darum lohnt es sich, auch wenn es manchmal anstrengend ist, stets auf Jesus Christus, den einzigen guten Hirten, zu hören und ihm zu folgen.
Hanspeter Menz, Pfarrer
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